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Vordach aus Glas, Acrylglas oder Polycarbonat: Welches Dachmaterial passt zu Ihrer Haustür?

Vordach aus Glas, Acrylglas oder Polycarbonat: Welches Dachmaterial passt zu Ihrer Haustür?

, Von Anas Ouaari, 8 min Lesezeit

Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Kurz gesagt: Für ein Haustür-Vordach kommen drei Dachmaterialien infrage: Verbundsicherheitsglas (VSG) für die klassische, edle Optik, Acrylglas für glasähnliche Klarheit bei deutlich weniger Gewicht, und Polycarbonat-Stegplatten als leichteste, hagelfeste und günstigste Lösung. Wer ein geschlossenes, blickdichtes Dach möchte, greift zur gedämmten Alu-Paneele. Welche Wahl richtig ist, hängt von Optik, Gewicht, Budget und davon ab, wie viel Licht vor der Haustür ankommen soll. Ein Vergleich mit unseren Modellen Helsinki, London, Hamburg, Stockholm und München.

Worauf es beim Dachmaterial ankommt

Das Vordach hängt an der Hauswand – jedes Kilo Dachmaterial muss über die Wandhalter in das Mauerwerk eingeleitet werden. Glas ist schwer, Kunststoff leicht. Dazu kommen die Fragen, wie transparent das Dach sein soll (Licht an der Haustür oder Schatten im Flur?), wie gut es Hagel und Ästen standhält und wie es sich reinigen lässt. Und natürlich spielt der Preis eine Rolle: Zwischen einem Polycarbonat-Bogenvordach und einem Edelstahl-Glasvordach liegen schnell einige hundert Euro.

Verbundsicherheitsglas: die klassische Wahl

VSG besteht aus zwei Glasscheiben, die mit einer reißfesten Folie verbunden sind. Bricht das Glas, bleiben die Splitter an der Folie haften – deshalb ist VSG das Standardmaterial für Überkopfverglasungen. Es ist absolut kratzfest, vergilbt nie, lässt sich mit Glasreiniger pflegen und wirkt in Kombination mit Edelstahlhaltern besonders hochwertig.

Der Nachteil ist das Gewicht: Ein 8 mm starkes VSG-Dach bringt rund 20 Kilogramm pro Quadratmeter auf die Waage. Die Wand muss das tragen können – bei Vollziegel oder Beton kein Problem, bei gedämmten Fassaden oder Hochlochziegeln sind Spezialdübel nötig. Unser Edelstahlvordach Helsinki mit 8 mm VSG gibt es in 140 und 160 cm Breite ab 449 €.

Acrylglas: klar wie Glas, halb so schwer

Acrylglas (PMMA, bekannt als Plexiglas) ist die transparenteste Kunststoffplatte überhaupt – mit rund 92 Prozent Lichtdurchlässigkeit übertrifft es sogar Glas. Es bleibt über Jahrzehnte klar, vergilbt nicht und ist bei 4 mm Stärke mit etwa 5 Kilogramm pro Quadratmeter leicht genug für fast jede Wand. Die Oberfläche ist weniger kratzfest als Glas; grober Schmutz sollte mit viel Wasser abgespült und nicht trocken abgewischt werden.

Unser Pultvordach London (160 × 90 cm, 419 €) kombiniert 4 mm Acrylglas mit einem anthrazitfarbenen Alurahmen. Beim Rechteckvordach Stockholm (ab 2.590 €) liegt das Acrylglas auf sibirischen Lärchenholzlamellen, ergänzt durch ein Seitenteil aus Sicherheitsglas – das Vordach für alle, die Holz, Glas und Aluminium kombinieren möchten.

Polycarbonat-Stegplatten: leicht, hagelfest, günstig

Polycarbonat ist praktisch unzerbrechlich und uneingeschränkt hagelfest – genau das Material, das auch auf Terrassendächern seit Jahrzehnten seinen Dienst tut. Als Stegplatte mit Hohlkammern ist es zusätzlich sehr leicht (6-mm-Platte etwa 1,3 kg/m², 16-mm-Platte etwa 2,5 kg/m²) und dämmt etwas. Die Optik ist nicht ganz so klar wie bei Acryl oder Glas, die Stege streuen das Licht leicht – viele empfinden das vor der Haustür als angenehm, weil es die Sonne mildert.

Das Rundbogenvordach Hamburg mit 6 mm Stegplatte in klar oder bronze ist mit 289 € unser günstigster Einstieg. Das Rechteckvordach London anthrazit (ab 649 €) nutzt eine 16 mm starke Stegplatte mit anthrazitfarbenen Längsstreifen – ein moderner 3D-Effekt, der zum Alurahmen in RAL 7016 passt, mit integrierter Regenrinne und Wasserspeier links oder rechts.

Material Gewicht / Optik Stärken Modell / Preis ab
VSG-Glas 8 mm schwer · glasklar kratzfest, edel, pflegeleicht Helsinki · 449 €
Acrylglas 4 mm leicht · glasklar höchste Lichtdurchlässigkeit, vergilbt nicht London Pult · 419 €
PC-Stegplatte 6–16 mm sehr leicht · lichtstreuend hagelfest, bruchsicher, günstig Hamburg · 289 €
Alu-Paneel gedämmt leicht · blickdicht Schatten, geschlossene Optik München · 890 €

Die vierte Option: geschlossenes Alu-Vordach

Nicht jeder möchte Licht durchs Vordach. Wer eine Haustür nach Süden hat oder eine ruhige, geschlossene Optik bevorzugt, wählt ein Vordach mit gedämmter Aluminium-Paneele. Unser Rechteckvordach München (ab 890 €, mit Seitenteil ab 1.790 €) hat einen Dachkern aus Dämmplatten mit Alu-Deckschichten: blickdicht, leicht, geräuscharm bei Regen und in der Linienführung wie ein Stück moderner Architektur.

Hinweis: Welches Vordach an Ihrer Wand befestigt werden kann, hängt vom Wandaufbau (Ziegel, Beton, Dämmung) und vom Gewicht des Vordachs ab. Bei gedämmten Fassaden und leichten Wandbaustoffen sollten Dübel und Verankerung vor dem Kauf geklärt werden. Rufen Sie uns an unter 0800 000 1766 (kostenfrei) oder schreiben Sie an info@dk-bedachungen.de – wir helfen bei der Auswahl.

So treffen Sie die Entscheidung

  • Repräsentativer Eingang, massive Wand: VSG-Glas mit Edelstahl (Helsinki).
  • Viel Licht, wenig Gewicht: Acrylglas (London Pult, Stockholm).
  • Hagelgebiet, Bäume in der Nähe, kleines Budget: Polycarbonat-Stegplatte (Hamburg, London Rechteck).
  • Südseite, Schatten gewünscht, moderne Kubatur: gedämmtes Alu-Paneel (München).
  • Wind und Schlagregen von der Seite: ein Modell mit Seitenteil (Stockholm, München) – mehr dazu in unserem Ratgeber zum Vordach mit Seitenteil.

Tipp aus der Montage

Achten Sie bei transparenten Vordächern auf die Wasserführung: Modelle mit integrierter Regenrinne und Wasserspeier (wie London Rechteck) leiten das Regenwasser gezielt zur Seite ab. Ohne Rinne tropft das Wasser über die gesamte Vorderkante – direkt dort, wo Sie den Schlüssel suchen. Und bestellen Sie das Vordach lieber 20 bis 40 cm breiter als die Tür, damit auch die Türlaibung im Trockenen bleibt.

Häufige Fragen

Vergilbt Acrylglas oder Polycarbonat mit der Zeit?+

Acrylglas ist von Natur aus UV-stabil und bleibt dauerhaft klar. Polycarbonat-Stegplatten sind beidseitig UV-geschützt und vergilben dadurch ebenfalls nicht. Beide Materialien sind für den Außeneinsatz über viele Jahre ausgelegt.

Ist ein Glasvordach bei Hagel gefährdet?+

VSG hält normalem Hagel stand, und selbst bei einem Bruch bleiben die Splitter an der Folie haften. Wer in einer Region mit häufigen schweren Hagelereignissen wohnt, ist mit Polycarbonat auf der sicheren Seite – es ist uneingeschränkt hagelfest.

Welches Vordach ist am leisesten bei Regen?+

Am leisesten ist das gedämmte Alu-Paneel (München), gefolgt von Glas. Stegplatten und Acrylglas sind bei starkem Regen hörbar – vor der Haustür stört das kaum, unter einem Schlafzimmerfenster kann es eine Rolle spielen.

Kann ich die Stegplatte am Vordach später tauschen?+

Ja. Bei unseren Vordächern mit Stegplatten- oder Acryleindeckung ist die Platte in den Rahmen eingelegt und verschraubt; sie lässt sich bei Bedarf gegen eine neue oder eine anders getönte Platte tauschen. Sprechen Sie uns an – wir liefern das passende Ersatzmaß.

Wie reinige ich ein Kunststoff-Vordach richtig?+

Mit viel Wasser, einem weichen Schwamm und etwas Spülmittel. Keine Scheuermittel, keine lösungsmittelhaltigen Reiniger und kein trockenes Abwischen – Staubkörner wirken sonst wie Schleifpapier. Glas darf zusätzlich mit Glasreiniger und Abzieher gereinigt werden.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.

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