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Terrassendach mit klaren Polycarbonat-Stegplatten auf weißer Alu-Konstruktion am Reihenhaus – Deutsche Kunststoffbedachungen

Polycarbonat-Stegplatten: Vor- und Nachteile ehrlich erklärt

, Von Anas Ouaari, 10 min Lesezeit

Polycarbonat-Stegplatten ehrlich bewertet: Vorteile, Nachteile, Vergleich mit Acrylglas, Lebensdauer und echte Preise pro m² für Ihr Terrassendach.

Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Kurz gesagt: Polycarbonat-Stegplatten sind leicht, nahezu bruchfest, hagelsicher und vergleichsweise günstig – deshalb liegen sie auf so vielen Terrassendächern, Carports und Gewächshäusern. Ihre Schwächen sind ebenso klar: Die Oberfläche verkratzt leichter als Glas, die Platten arbeiten bei Wärme, Regen ist hörbar und die Kammern müssen sauber verschlossen werden. Wer diese Punkte kennt und bei der Montage berücksichtigt, hat lange Freude an seinem Dach.

Welche Vorteile haben Polycarbonat-Stegplatten?

Der größte Vorteil von Polycarbonat-Stegplatten ist ihre Schlagzähigkeit: Das Material bricht praktisch nicht, auch nicht bei Hagel oder einem herunterfallenden Ast. Dazu kommen ein geringes Gewicht, eine gute Wärmedämmung durch die Luftkammern und ein fairer Preis. Eine 16-mm-Platte in Klar kostet bei uns rund 24 Euro pro Quadratmeter.

Im Alltag zeigen sich die Vorteile vor allem in diesen Punkten:

  • Bruchfest und hagelsicher: Polycarbonat ist zäh statt spröde. Ein Hagelschauer hinterlässt in der Regel keine Risse – ein wichtiger Grund, warum viele Kunden von Acryl auf Polycarbonat umsteigen.
  • Leicht: Unsere 16-mm-Stegplatte in Klar wiegt rund 2,5 kg pro m². Eine Platte im Format 980 x 3000 mm lässt sich gut zu zweit tragen und verlegen.
  • Wärmedämmend: Die Hohlkammern wirken wie ein Luftpolster. Der U-Wert der 16-mm-Platte liegt bei 2,3 W/m²K – deutlich besser als eine einfache Glasscheibe.
  • Temperaturbeständig: Laut Hersteller ist das Material von -40 bis +120 °C einsetzbar, also für Frost und Hochsommer gleichermaßen geeignet.
  • UV-geschützt: Unsere Stegplatten haben einen beidseitigen UV-Schutz, der Vergilben und Verspröden über viele Jahre verhindert. Der Hersteller gibt 10 Jahre Garantie gemäß seinen Garantiebedingungen.
  • Einfache Bearbeitung: Zuschnitt mit feinzahnigem Sägeblatt, Montage mit Alu-Profilen – ohne Spezialwerkzeug.

Doch kein Material ist perfekt. Damit Sie realistisch planen können, gehören die Nachteile genauso auf den Tisch.

Welche Nachteile hat eine Polycarbonatplatte?

Die wichtigsten Nachteile von Polycarbonat-Stegplatten sind eine kratzempfindlichere Oberfläche als bei Glas oder Acryl, eine etwas geringere Lichtdurchlässigkeit, hörbare Regengeräusche und eine deutliche Wärmeausdehnung. Außerdem können offene Kammern verschmutzen. Fast alle diese Punkte lassen sich mit der richtigen Platte und sorgfältiger Montage gut beherrschen.

  • Kratzer: Polycarbonat ist weicher als Glas. Scheuernde Schwämme, trockenes Abwischen von Sand oder Laub und aggressive Reiniger hinterlassen Spuren. Reinigen Sie deshalb nur mit viel Wasser, mildem Spülmittel und einem weichen Tuch.
  • Klarsicht: Durch die Stege ist das Dach nie glasklar. Man sieht Licht und Himmel, aber keine scharfen Konturen. Unsere 16-mm-Platte in Klar lässt rund 78 % des Lichts durch, die opale Variante rund 69 %.
  • Wärmeausdehnung: Kunststoff dehnt sich bei Sonne spürbar aus und zieht sich bei Kälte wieder zusammen. Bohrlöcher müssen größer als die Schraube sein, und in den Profilen braucht die Platte Spiel – sonst knackt es oder die Platte wölbt sich.
  • Regengeräusch: Starkregen und Hagel sind unter einem Kunststoffdach hörbar. Die Luftkammern dämpfen etwas, ganz leise wird es aber nicht.
  • Schmutz und Kondenswasser in den Kammern: Bleiben die Plattenenden offen, ziehen Staub, Insekten und Feuchtigkeit ein. Oben gehört deshalb ein geschlossenes Kantenband, unten ein Antistaubband mit Filter.
  • Hitze unter klaren Platten: Klare Platten lassen viel Sonnenwärme durch. Wer die Terrasse im Sommer nutzt, fährt mit Opal oder einer Sonnenschutzplatte meist besser.

Viele dieser Nachteile hängen eng mit der Frage zusammen, ob Polycarbonat oder Acrylglas für Ihr Projekt die bessere Wahl ist.

Was ist besser, Acrylglas oder Polycarbonat?

Für die meisten Terrassendächer und Carports ist Polycarbonat die bessere Wahl, weil es hagelsicher und praktisch unzerbrechlich ist. Acrylglas punktet mit etwas mehr Lichtdurchlässigkeit, einer härteren Oberfläche und sehr guter Klarheit, ist aber spröder. Wo Hagel, Äste oder Bälle auf das Dach treffen können, empfehlen wir Polycarbonat.

Eigenschaft Polycarbonat Acrylglas
Bruchfestigkeit sehr hoch, hagelsicher gut, aber spröder
Kratzfestigkeit empfindlicher besser
Lichtdurchlass hoch etwas höher
Verarbeitung verzeiht Fehler vorsichtig bohren und sägen
Typischer Einsatz Terrasse, Carport, Gewächshaus geschützte Lagen, Wintergarten

Neben dem Material entscheidet die Lebensdauer darüber, ob sich die Investition lohnt.

Wie lange halten Polycarbonat-Doppelstegplatten?

Hochwertige Polycarbonat-Stegplatten mit UV-Schutz halten bei fachgerechter Montage und regelmäßiger Reinigung erfahrungsgemäß 15 bis 20 Jahre und oft länger. Der Hersteller unserer Platten gibt 10 Jahre Garantie gemäß seinen Garantiebedingungen. Entscheidend sind die richtig herum verlegte UV-Seite, verschlossene Kammern und schonende Pflege ohne Scheuermittel.

Günstige Platten ohne oder mit nur einseitigem UV-Schutz vergilben dagegen oft schon nach wenigen Jahren. Achten Sie beim Kauf deshalb auf die Angabe zum UV-Schutz und auf die bedruckte Schutzfolie, die die UV-Seite kennzeichnet.

Tipp aus der Montage

Ziehen Sie die Schutzfolie an den Rändern nur ein paar Zentimeter zurück, solange Sie die Platte zuschneiden und in die Profile einlegen. So bleibt die Oberfläche beim Hantieren kratzfrei, und Sie sehen bis zuletzt, welche Seite nach oben gehört. Die restliche Folie ziehen Sie erst ab, wenn alle Profile verschraubt sind – aber noch am selben Tag, denn in der Sonne klebt sie sonst fest.

Für wen lohnen sich Polycarbonat-Stegplatten?

Polycarbonat-Stegplatten lohnen sich für alle, die ein helles, robustes und bezahlbares Dach wollen und mit einer nicht ganz glasklaren Durchsicht leben können. Typische Einsätze sind Terrassendächer, Carports, Fahrradunterstände, Seitenwände und Gewächshäuser. Wer dagegen freie Sicht in den Himmel möchte und Hagel kaum fürchten muss, schaut sich besser Acryl- oder Glaslösungen an.

Bei der Auswahl helfen drei Fragen:

  1. Wie viel Sonne trifft das Dach? Bei Südlage ist Opal oder eine Sonnenschutzplatte angenehmer als Klar.
  2. Wie groß ist die Fläche? Für Terrassendächer und Carports ist 16 mm die bewährte Stärke, für Gewächshaus und Frühbeet reichen dünnere Platten.
  3. Welche Unterkonstruktion ist vorhanden? Sparrenabstand und Plattenbreite müssen zusammenpassen. Welche Abstände bei Ihrem Dach zulässig sind, klären wir gern individuell mit Ihnen.

Wichtig: Wie weit die Sparren auseinanderliegen dürfen und welche Schnee- und Windlasten Ihr Dach aushalten muss, hängt von Standort, Plattenstärke und Konstruktion ab. Dazu nennen wir hier bewusst keine Pauschalwerte. Rufen Sie uns kostenfrei an unter 0800 000 1766 oder schreiben Sie an info@dk-bedachungen.de – wir prüfen Ihr Vorhaben gern.

Häufige Fragen

Was ist der Unterschied zwischen Polycarbonat opal und klar?+

Klare Platten lassen mehr Licht durch, bei unserer 16-mm-Platte rund 78 %. Opale Platten streuen das Licht milchig, liegen bei rund 69 % und sorgen für weiches, blendfreies Licht ohne harte Schatten. Unter opalen Platten bleibt es im Sommer spürbar angenehmer, und Schmutz auf dem Dach fällt weniger auf.

Was kosten Polycarbonat-Stegplatten?+

Eine 16-mm-Stegplatte in Klar kostet bei uns im Format 980 x 3000 mm 71,83 Euro, also rund 24 Euro pro Quadratmeter. Die opal-weiße Variante liegt im gleichen Format bei 74,69 Euro. Hinzu kommen Alu-Profile, Dichtungen und Kantenbänder, die Sie je nach Dachgröße einplanen sollten.

Sind Polycarbonat-Stegplatten wirklich hagelfest?+

Polycarbonat ist sehr schlagzäh und übersteht übliche Hagelschauer in der Regel ohne Risse. Bei extrem großen Hagelkörnern können Dellen oder Abdrücke entstehen, ein Durchschlagen ist aber selten. Gegenüber Acryl und dünnen Kunststoffplatten bietet Polycarbonat deutlich mehr Sicherheit, weshalb es für Terrassendächer die erste Wahl ist.

Kann man Polycarbonat-Stegplatten betreten?+

Nein, Stegplatten sind nicht begehbar. Wer zur Reinigung oder Reparatur auf das Dach muss, legt stabile Bohlen quer über mehrere Sparren und verteilt so das Gewicht auf die Unterkonstruktion. Besser ist es, von einer Leiter aus mit einem langen Stiel und weicher Bürste zu arbeiten.

Warum bildet sich Wasser in den Kammern?+

Meist sind die Plattenenden nicht richtig verschlossen. Oben gehört ein geschlossenes Kantenverschlussband, unten ein luftdurchlässiges Antistaubband, damit Feuchtigkeit entweichen kann. Zusätzlich hilft ein U-Profil mit Tropfkante. Wird unten dicht verklebt, kann sich Kondenswasser stauen und Algen in den Kammern begünstigen.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.

Christian Richter

Christian Richter

Technischer Kundenberater · Experte für Vordächer, Bedachungen, Balkone und HPL-Platten, Deutsche Kunststoffbedachungen

Berät Privatkunden und Handwerker zu Vordächern, Terrassendächern, Balkonverkleidungen und HPL-Platten – vom Aufmaß über den Zuschnitt bis zur Montage. Fragen zum Beitrag: info@dk-bedachungen.de oder 0800 000 1766 (kostenfrei).

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