
Wie lange halten Stegplatten? Lebensdauer von Polycarbonat-Stegplatten
, Von Anas Ouaari, 10 min Lesezeit

, Von Anas Ouaari, 10 min Lesezeit
Wie lange halten Stegplatten aus Polycarbonat? Lebensdauer, Anzeichen für den Austausch, Kosten und Tipps, mit denen Ihr Terrassendach lange klar und dicht bleibt.
Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten
Kurz gesagt: Hochwertige Stegplatten aus Polycarbonat mit UV-Schutz halten auf einem Terrassendach bei fachgerechter Verlegung in der Regel 15 bis 20 Jahre und oft länger. Entscheidend sind weniger das Material allein als UV-Schutz, richtige Einbaulage, abgedichtete Kanten und eine Befestigung, die der Platte Raum zum Arbeiten lässt.
Stegplatten aus Polycarbonat mit werkseitiger UV-Schutzschicht halten bei richtiger Montage meist 15 bis 20 Jahre, häufig auch deutlich länger. Unsere Polycarbonat-Stegplatten sind beidseitig UV-geschützt und haben 10 Jahre Werksgarantie gemäß Garantiebestimmungen. Platten ohne UV-Schutz können dagegen schon nach wenigen Jahren vergilben und spröde werden.
Die Garantiezeit ist dabei nicht mit der Lebensdauer gleichzusetzen: Sie beschreibt den Zeitraum, für den der Hersteller bestimmte Eigenschaften wie Lichtdurchlässigkeit und Bruchfestigkeit zusichert. Viele Dächer sind weit darüber hinaus in Gebrauch. Wie lange es bei Ihnen tatsächlich wird, hängt vor allem von vier Dingen ab:
Stegplatten sollten Sie austauschen, wenn sie deutlich vergilbt, milchig-trüb oder spröde geworden sind, Haarrisse zeigen oder sich in den Kammern dauerhaft Algen und Schmutz festgesetzt haben, die sich nicht mehr entfernen lassen. Auch undichte Stellen an mehreren Bohrungen sind ein Zeichen dafür, dass die Platten am Ende sind.
Ein einfacher Test: Drücken Sie vorsichtig mit dem Daumen auf eine Plattenkante. Fühlt sich das Material hart und brüchig an oder knistert es, hat es seine Zähigkeit verloren. Neue Polycarbonat-Platten geben dagegen elastisch nach. Leichte Kratzer oder etwas Staub auf der Oberfläche sind dagegen kein Austauschgrund – hier hilft meist eine gründliche Reinigung.
Hinweis: Die UV-geschützte Seite ist bei unseren Stegplatten auf der Schutzfolie gekennzeichnet. Wird die Platte versehentlich verkehrt herum verlegt, altert die ungeschützte Seite unter der Sonne deutlich schneller – das ist einer der häufigsten Gründe für vorzeitiges Vergilben.
Die wichtigsten Nachteile von Doppelstegplatten sind die offenen Kammern, in denen sich ohne Kantenverschluss Schmutz und Algen sammeln, sowie die Wärmeausdehnung, die bei starrer Befestigung zu Rissen führen kann. Außerdem ist die Oberfläche kratzempfindlicher als Glas. Alle drei Punkte lassen sich mit der richtigen Montage gut beherrschen.
Die folgende Übersicht zeigt, welche Ursachen die Lebensdauer am häufigsten verkürzen und was Sie dagegen tun können:
| Ursache | Folge | Was hilft |
|---|---|---|
| UV-Seite unten | Vergilben, Versprödung | Beschriftete Folie nach oben |
| Offene Kammern | Algen, Schmutz, Insekten | Kantenverschlussband oben und unten |
| Starre Verschraubung | Risse am Bohrloch | Profilsystem, Luft für Ausdehnung |
| Kammern quer zum Gefälle | Kondenswasser bleibt stehen | Kammern in Gefällerichtung |
| Scharfe Reiniger | Matte, rissige Oberfläche | Wasser, milde Seife, weiches Tuch |
Ja, aber nur mit Bedacht: Bohren Sie die Löcher größer als den Schraubendurchmesser, verwenden Sie Schrauben mit Dichtscheibe und ziehen Sie sie nicht fest an. Für ein Terrassendach ist ein Alu-Profilsystem mit Schraub- und Deckprofilen die langlebigere Lösung, weil die Platten darin eingeklemmt statt durchbohrt werden und sich frei ausdehnen können.
Gerade bei 16-mm-Stegplatten auf einer Terrassenüberdachung empfehlen wir deshalb das Profilsystem: Die Platte liegt auf Dichtungen, das Deckprofil hält sie von oben, und die Edelstahl-Bohrschrauben sitzen im Profil – nicht in der Platte. So gibt es keine Bohrlöcher, an denen Spannungsrisse entstehen oder Wasser eindringen kann. Wie die Unterkonstruktion für Ihr Dach ausgelegt sein muss, besprechen wir gern individuell mit Ihnen.
Tipp aus der Montage: Verschließen Sie die obere Plattenkante mit geschlossenem Kantenverschlussband und die untere mit perforiertem Antistaubband. So kann Kondenswasser unten abtropfen, ohne dass Schmutz in die Kammern gelangt. Ziehen Sie die Schutzfolie direkt nach der Montage ab – wochenlang in der Sonne liegende Folie lässt sich später kaum noch lösen.
Für die Platten selbst rechnen Sie bei uns mit ab 18,55 €/m² für die 16-mm-Stegplatte mit X-Struktur in opal und ab 24,43 €/m² für die 16-mm-Stegplatte klar, jeweils inklusive kostenlosem Zuschnitt. Ein Terrassendach mit rund 12 m² Fläche kostet damit etwa 223 bis 293 Euro an Plattenmaterial, zuzüglich Kantenband und gegebenenfalls neuer Dichtungen.
Ob Sie die vorhandenen Profile weiterverwenden können, hängt von deren Zustand und der Plattenstärke ab. Spröde Dichtungen sollten Sie beim Austausch immer mit erneuern, denn sie sind oft der eigentliche Grund für undichte Stellen. Weitere Varianten finden Sie im Sortiment: 16 mm bronze ab 27,90 €/m² oder die gedämmte Thermo-Stegplatte 25 mm ab 38,90 €/m².
Mit wenig Aufwand bleibt ein Stegplattendach viele Jahre klar und dicht. Diese Routine hat sich bewährt:
Doppelstegplatten aus Polycarbonat mit UV-Schutz sind bei fachgerechter Verlegung in der Regel 15 bis 20 Jahre haltbar, oft länger. Unsere Platten haben 10 Jahre Werksgarantie gemäß Garantiebestimmungen. Platten ohne UV-Schutz oder verkehrt herum verlegte Platten altern deutlich schneller und vergilben teils schon nach wenigen Jahren.
Polycarbonat ohne UV-Schutz vergilbt unter Sonnenlicht relativ schnell. Platten mit werkseitiger UV-Schutzschicht bleiben dagegen über viele Jahre weitgehend klar, solange die geschützte Seite nach oben zeigt. Leichte Farbveränderungen nach vielen Jahren sind normal; starkes Vergilben ist meist ein Zeichen für fehlenden oder falsch ausgerichteten UV-Schutz.
Polycarbonat ist deutlich schlagzäher und hagelfester, Acrylglas ist dafür etwas klarer und von Natur aus sehr UV-beständig, aber spröder. Für Terrassendächer in hagelgefährdeten Lagen und für Carports empfehlen wir meist Polycarbonat. Welches Material besser passt, hängt von Ihrem Standort und Ihren Ansprüchen an die Optik ab.
Ja, Stegplatten aus Polycarbonat gelten als besonders schlagzäh und hagelfest, weil das Material sehr elastisch ist. Unsere 16-mm-Stegplatten mit X-Struktur sind ausdrücklich als hagelfest ausgewiesen. Mit zunehmendem Alter und ohne UV-Schutz kann das Material allerdings verspröden – auch deshalb lohnt sich die Wahl einer UV-geschützten Qualitätsplatte.
Im Alltag meinen beide Begriffe dasselbe: Platten mit zwei Deckschichten, die durch Stege verbunden sind, sodass luftgefüllte Kammern entstehen. Hohlkammerplatte ist der Oberbegriff, Doppelstegplatte beschreibt den häufigsten Aufbau. Daneben gibt es Varianten mit X-Struktur oder mehreren Kammerebenen für mehr Steifigkeit und bessere Dämmung.
Haben Sie Fragen zu Ihrem Terrassendach oder zur passenden Unterkonstruktion? Rufen Sie uns kostenfrei an unter 0800 000 1766 oder schreiben Sie an info@dk-bedachungen.de – wir beraten Sie gern.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.
Christian Richter
Technischer Kundenberater · Experte für Vordächer, Bedachungen, Balkone und HPL-Platten, Deutsche Kunststoffbedachungen
Berät Privatkunden und Handwerker zu Vordächern, Terrassendächern, Balkonverkleidungen und HPL-Platten – vom Aufmaß über den Zuschnitt bis zur Montage. Fragen zum Beitrag: info@dk-bedachungen.de oder 0800 000 1766 (kostenfrei).
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