
Wellplatten oder Stegplatten? Der Vergleich für Carport, Terrasse und Gartenhaus
, Von Anas Ouaari, 8 min Lesezeit

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Wellplatten oder Stegplatten? Der Vergleich zeigt Unterschiede bei Montage, Dämmung, Regengeräusch und Kosten – und welche Platte zu Carport, Terrasse oder Gartenhaus passt.
Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten
Kurz gesagt: Wellplatten sind die schnelle, unkomplizierte Lösung für Carport, Gartenhaus, Holzunterstand oder ein schlichtes Terrassendach auf Holzlattung. Stegplatten sind die wohnlichere Variante: Sie dämmen besser, dämpfen Regengeräusche und wirken mit Alu-Profilen moderner – brauchen dafür aber ein Profilsystem. Wer unter dem Dach sitzt, greift meist zur Stegplatte, wer vor allem Auto, Holz oder Fahrräder schützen will, zur Wellplatte.
Eine Wellplatte ist eine einschalige, gewellte Kunststoffplatte – die Welle sorgt für Steifigkeit, das Wasser läuft in den Tälern ab. Eine Stegplatte (auch Hohlkammer- oder Doppelstegplatte) besteht aus zwei oder mehr glatten Schichten, die durch Stege verbunden sind. Die Luftkammern dazwischen machen sie steif, leicht und wärmedämmend.
Daraus ergeben sich fast alle Unterschiede in Montage, Optik und Nutzung.
| Kriterium | Wellplatte | Stegplatte 16 mm |
|---|---|---|
| Unterbau | Querlattung | Sparren + Alu-Profile |
| Befestigung | Schrauben im Wellenberg | Schraubprofile |
| Wärmedämmung | gering | deutlich besser |
| Regengeräusch | hörbar | gedämpft |
| Optik | klassisch, rustikal | glatt, modern |
| Typisch für | Carport, Gartenhaus | Terrassendach |
Wellplatten spielen ihre Stärken überall dort aus, wo es um Wetterschutz statt Wohnkomfort geht:
Bei der Materialwahl haben Sie die Auswahl: Polycarbonat ist besonders schlagzäh, Acrylglas sehr klar, GfK-Wellbahnen gibt es als Rollenware und Shelltec in gedeckten Farben wie Terracotta oder Anthrazit, die eher an ein Ziegeldach erinnern.
Sobald Sie unter dem Dach sitzen, essen oder lesen möchten, ist die Stegplatte meist die bessere Wahl:
Wichtig: Ob Welle oder Steg – wie weit Lattung oder Sparren auseinanderliegen dürfen und welche Schneelast das Dach tragen muss, hängt von Plattentyp, Region und Unterkonstruktion ab. Pauschale Zahlen nennen wir dazu bewusst nicht. Wir prüfen Ihr Vorhaben gern kostenlos: 0800 000 1766 oder info@dk-bedachungen.de.
Pro Quadratmeter Platte ist die Stegplatte oft sogar günstiger – entscheidend ist aber das Zubehör. Ein Blick auf unsere aktuellen Shop-Preise:
Rechnet man die Profile ein, landen beide Systeme bei der Dacheindeckung in einer ähnlichen Größenordnung. Wellplatten sparen vor allem Arbeit: Sie kommen mit Lattung, Schrauben und Abstandshaltern aus. Stegplatten brauchen Profile, Kantenverschluss und eine sauber ausgerichtete Sparrenlage – sind dafür aber das komfortablere Dach.
Tipp aus der Montage: Wellplatten werden immer im Wellenberg verschraubt, nie im Tal – sonst steht das Wasser genau an der Bohrung. Bohren Sie etwas größer vor als der Schraubendurchmesser und setzen Sie Abstandshalter oder Kalotten ein. So kann sich die Platte bei Hitze ausdehnen, ohne zu reißen.
Unsicher? Bestellen Sie Musterstücke beider Plattentypen. In der Hand sehen Sie sofort, wie unterschiedlich Licht, Steifigkeit und Oberfläche wirken.
Entscheidend ist vor allem das Material: Polycarbonat ist bei beiden Plattentypen deutlich schlagzäher als Acrylglas. Achten Sie auf die Herstellerangaben zur Hagelbeständigkeit.
Klare Wellplatten lassen meist etwas mehr Licht durch, weil sie nur eine Schicht haben. Stegplatten streuen das Licht stärker, besonders in Opal.
Stegplatten werden in der Regel auf Sparren in Gefällerichtung mit Profilen verlegt, damit die Kammern Wasser ableiten. Für eine reine Querlattung sind Wellplatten besser geeignet.
Für die meisten Carports reichen Wellplatten aus Polycarbonat völlig. Stegplatten lohnen sich, wenn der Carport auch als überdachter Sitzplatz dient oder optisch zum Terrassendach passen soll.
Oft ja, aber meist muss die Unterkonstruktion angepasst werden, weil Stegplatten auf Sparren statt auf Querlatten liegen. Schicken Sie uns Fotos und Maße, dann prüfen wir das.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.
Christian Richter
Technischer Kundenberater · Experte für Vordächer, Bedachungen, Balkone und HPL-Platten, Deutsche Kunststoffbedachungen
Berät Privatkunden und Handwerker zu Vordächern, Terrassendächern, Balkonverkleidungen und HPL-Platten – vom Aufmaß über den Zuschnitt bis zur Montage. Fragen zum Beitrag: info@dk-bedachungen.de oder 0800 000 1766 (kostenfrei).
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