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Stegplatten zuschneiden: Womit schneidet man Hohlkammerplatten sauber?

Stegplatten zuschneiden: Womit schneidet man Hohlkammerplatten sauber?

, Von Anas Ouaari, 10 min Lesezeit

Womit Sie Stegplatten aus Polycarbonat sauber zuschneiden, wie Sie 16-mm-Platten ohne Risse sägen und wann sich der kostenlose Zuschnitt auf Maß lohnt.

Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Kurz gesagt: Stegplatten aus Polycarbonat lassen sich gut selbst zuschneiden – am saubersten mit einer Handkreissäge und feinzahnigem Blatt, bei dünnen Platten auch mit Stichsäge oder Cuttermesser. Wichtig sind eine feste Auflage, die Schutzfolie bis zum Schluss und das Ausblasen der Späne aus den Kammern. Noch einfacher: Wir schneiden Ihre Platten kostenlos auf Maß.

Kann man Stegplatten selbst zuschneiden?

Ja, Stegplatten aus Polycarbonat können Sie mit üblichem Heimwerker-Werkzeug selbst zuschneiden. Das Material ist schlagzäh und splittert kaum, wenn das Werkzeug passt. Für gerade, lange Schnitte an 10- oder 16-mm-Platten eignet sich eine Handkreissäge mit Führungsschiene am besten, für dünne Platten reichen Stichsäge oder Cuttermesser.

Ob sich das Selbersägen lohnt, hängt vor allem von der Zahl der Schnitte ab. Wer nur eine Platte für ein Frühbeet kürzt, ist mit der Stichsäge schnell fertig. Wer ein ganzes Terrassendach mit mehreren Platten auf Länge bringen muss, spart sich mit einem Zuschnitt ab Werk viel Staub, Zeit und das Risiko eines Fehlschnitts.

Womit schneidet man Stegplatten am besten?

Am besten schneiden Sie Stegplatten mit einer Handkreissäge oder Tischkreissäge und einem feinzahnigen Hartmetall-Sägeblatt für Kunststoff oder Aluminium. Sie liefert die geradesten Kanten. Die Stichsäge ist für kurze Schnitte und Aussparungen gut, das Cuttermesser nur für sehr dünne Platten. Grobe Holzsägeblätter reißen die Stege dagegen leicht aus.

Werkzeug Plattenstärke Schnittbild Gut für
Handkreissäge 4,5 bis 25 mm sehr gerade, sauber lange Längs- und Querschnitte
Stichsäge 4,5 bis 16 mm gut, etwas unruhiger kurze Schnitte, Aussparungen
Feine Handsäge 4,5 bis 10 mm ordentlich, mühsam einzelne Kürzungen
Cuttermesser 4,5 bis 6 mm sauber in Kammerrichtung Längsschnitte an dünnen Platten

Den Winkelschleifer sollten Sie für Stegplatten nicht verwenden. Die hohe Drehzahl erhitzt das Polycarbonat, die Kante schmilzt an und die Trennscheibe hinterlässt einen unsauberen, verfärbten Rand.

Wie schneide ich 16 mm dicke Stegplatten?

Eine 16-mm-Stegplatte schneiden Sie am besten mit der Handkreissäge an einer Führungsschiene: Platte vollflächig auflegen, Schnittlinie auf der Schutzfolie anzeichnen, feinzahniges Blatt einsetzen und mit hoher Drehzahl, aber ruhigem Vorschub sägen. So bleiben die Stege intakt und die Kante wird gerade genug für Profile und Kantenband.

So gehen Sie Schritt für Schritt vor:

  1. Maß nehmen und anzeichnen: Mit Folienstift oder Bleistift direkt auf der Schutzfolie, nicht auf der Platte selbst.
  2. Kammerrichtung prüfen: Die Kammern müssen später in Gefällerichtung verlaufen. Schneiden Sie die Länge also immer in Richtung der Stege.
  3. Platte unterlegen: Die Platte liegt flach auf, links und rechts der Schnittlinie gut abgestützt, zum Beispiel auf zwei Kanthölzern oder einer Dämmplatte.
  4. Sägen: Sägeblatt nur knapp unter die Platte einstellen, ohne Druck führen und den Schnitt zügig durchziehen.
  5. Späne entfernen: Kammern mit Druckluft oder Staubsauger ausblasen, bevor die Folie abgezogen wird.

Tipp aus dem Zuschnitt

Legen Sie direkt neben die Schnittlinie eine Latte und beschweren Sie sie leicht. Die Platte kann dann beim Sägen nicht flattern, und genau dieses Flattern ist meist schuld an ausgerissenen Stegen. Bei Querschnitten hilft außerdem ein Streifen Malerkrepp auf der Schnittlinie.

Kann man Doppelstegplatten mit dem Cuttermesser schneiden?

Ja, aber nur dünne Doppelstegplatten bis etwa 6 mm und am besten in Längsrichtung, also parallel zu den Stegen. Dort ritzen Sie die Deckschicht entlang einer Metallschiene mehrmals an und trennen die Platte dann. Quer zu den Stegen oder bei 10 und 16 mm klappt das nicht sauber, weil die Stege einzeln durchtrennt werden müssten.

Für Gewächshaus oder Frühbeet mit 4,5- oder 6-mm-Platten ist das Messer trotzdem praktisch: kein Staub, keine Späne in den Kammern und kaum Lärm. Verwenden Sie eine neue Klinge und arbeiten Sie mit mehreren leichten Zügen statt einem kräftigen.

Nach dem Schnitt: Kammern reinigen und Kanten verschließen

Ein sauberer Schnitt ist nur die halbe Arbeit. Bleiben Sägespäne in den Kammern, sieht man sie später als graue Striche durch die Platte. Und offene Kammern ziehen Staub, Insekten und Feuchtigkeit an, die sich mit der Zeit als grüner Belag in den Kammern festsetzen.

  • Späne mit Druckluft oder einem schmalen Staubsaugeraufsatz aus den Kammern holen.
  • Schnittkanten kurz mit einem Entgrater oder feinem Schleifpapier glätten.
  • Die obere Kante mit geschlossenem Kantenverschlussband abkleben, die untere mit atmungsaktivem Band, damit Kondenswasser abfließen kann.
  • Die Schutzfolie erst ganz zum Schluss und nur am Rand umschlagen, um Band und Profile anzubringen.

Wichtig: Schneiden Sie die Platten so, dass die Kammern später immer in Gefällerichtung liegen. Quer verlegte Kammern können nicht entwässern. Wie lang die Platten für Ihr Dach sein dürfen und wie die Unterkonstruktion ausgelegt sein muss, klären Sie bitte vorab mit unserer Beratung unter 0800 000 1766 (kostenfrei) oder per E-Mail an info@dk-bedachungen.de.

Zuschneiden lassen statt selbst sägen: Was kostet das?

Bei uns kostet der Zuschnitt nichts extra. Sie wählen Breite und Länge, und wir liefern die Stegplatten fertig auf Ihr Maß. Eine 16-mm-Stegplatte aus Polycarbonat in klar gibt es in 980, 1.200 oder 2.100 mm Breite und bis 7 m Länge, ab 24,43 € pro m², beidseitig UV-geschützt.

Zwei Beispiele aus dem Shop: Die 16-mm-Platte klar im Format 980 x 1.000 mm kostet 23,94 €, im Format 1.200 x 3.000 mm 87,95 €. Gerade bei mehreren gleich langen Platten für ein Terrassendach ist der Werkszuschnitt meist die bessere Wahl: Die Kanten sind gerade, die Kammern sauber und Sie sparen sich den Kauf eines passenden Sägeblatts.

Selbst schneiden lohnt sich vor allem dann, wenn Sie Aussparungen brauchen, etwa für einen Pfosten, oder wenn Sie ein Reststück für ein Frühbeet verwerten möchten.

Häufige Fragen

Kann man Doppelstegplatten mit der Flex schneiden?+

Davon raten wir ab. Der Winkelschleifer dreht so schnell, dass das Polycarbonat an der Schnittkante schmilzt und verschmiert. Die Kante wird wellig und verfärbt, Profile und Kantenband sitzen dann nicht mehr sauber. Eine Handkreissäge oder Stichsäge mit feinem Blatt liefert ein deutlich besseres Ergebnis.

Kann man Doppelstegplatten nachträglich kürzen?+

Ja, auch bereits verlegte Platten lassen sich kürzen, wenn Sie sie dafür ausbauen und flach auflegen. Entfernen Sie danach das alte Kantenband, blasen Sie die Kammern aus und verschließen Sie die neue Kante wieder. Direkt auf dem Dach zu sägen ist nicht zu empfehlen, weil die Platte dabei schwingt.

Wie schneide ich Stegplatten ohne Risse?+

Risse und ausgefranste Stege entstehen meist durch ein grobes Sägeblatt oder eine Platte, die beim Sägen schwingt. Verwenden Sie ein feinzahniges Blatt für Kunststoff, legen Sie die Platte vollflächig auf und sägen Sie ohne Druck. Bei Kälte ist das Material spröder, deshalb besser bei Raumtemperatur schneiden.

Welche Seite muss bei Doppelstegplatten nach oben?+

Bei einseitig UV-geschützten Platten muss die bedruckte Folienseite nach oben zur Sonne zeigen. Unsere 16-mm-Stegplatten sind beidseitig UV-geschützt, hier ist die Seite unkritisch. Entscheidend bleibt die Kammerrichtung: Die Kammern müssen immer in Richtung des Gefälles verlaufen, damit Kondenswasser abfließen kann.

Kann man Stegplatten ohne Profile verlegen?+

Für ein Terrassen- oder Carportdach empfehlen wir immer ein passendes Profilsystem. Die Profile halten die Platten, lassen ihnen Raum für die Wärmeausdehnung und dichten die Stöße ab. Direkt durch die Platte geschraubt entstehen leicht Spannungsrisse und undichte Stellen. Welche Lösung zu Ihrem Projekt passt, klären wir gern in der Beratung.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.

Christian Richter

Christian Richter

Technischer Kundenberater · Experte für Vordächer, Bedachungen, Balkone und HPL-Platten, Deutsche Kunststoffbedachungen

Berät Privatkunden und Handwerker zu Vordächern, Terrassendächern, Balkonverkleidungen und HPL-Platten – vom Aufmaß über den Zuschnitt bis zur Montage. Fragen zum Beitrag: info@dk-bedachungen.de oder 0800 000 1766 (kostenfrei).

Weiterlesen: Stegplatten richtig verschließen mit Kantenverschlussband · Typische Fehler beim Verlegen von Stegplatten · Stegplatten nach Maß im Shop

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