
Stegplatten berechnen: Wie viele Platten und Profile brauche ich?
, Von Anas Ouaari, 10 min Lesezeit

, Von Anas Ouaari, 10 min Lesezeit
So berechnen Sie Stegplatten, Profile und Zubehör für Ihr Terrassendach: einfache Formel, Rechenbeispiel für 4 × 3 m und typische Fehler.
Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten
Kurz gesagt: Die Zahl der Stegplatten ergibt sich aus der Dachbreite, die Plattenlänge aus der schrägen Dachtiefe plus Überstand. Für ein rund 4 m breites Terrassendach brauchen Sie zum Beispiel 4 Platten mit 980 mm Breite, 2 Randprofile und 3 Mittelprofile – dazu Kantenschutz, Kantenverschlussband, Wandanschluss und Schrauben.
Sie teilen die Dachbreite durch das Achsmaß des Profilsystems und runden auf die nächste ganze Platte auf. Das Achsmaß ist etwas größer als die Plattenbreite, weil zwischen zwei Platten noch das Profil und etwas Dehnungsspiel liegen. Unsere 16-mm-Stegplatten gibt es in 980 mm und 1.200 mm Breite, einige Ausführungen zusätzlich in 2.100 mm.
In der Praxis gehen Sie am besten umgekehrt vor: Erst die Plattenbreite festlegen, dann die Sparren danach ausrichten. Wer zuerst die Sparren setzt und dann Platten sucht, muss fast immer jede Platte in der Breite zuschneiden – das kostet Zeit und erzeugt Verschnitt.
Die Plattenlänge entspricht der schrägen Länge vom Wandanschluss bis zur Traufe plus dem Überstand an der Rinne. Messen Sie deshalb entlang des Sparrens und nicht waagerecht am Boden: Bei einem geneigten Dach ist die Schräge immer etwas länger als die Dachtiefe. Unsere 16-mm-Platten gibt es je nach Ausführung bis 5.000 mm Länge.
Planen Sie die Länge so, dass oben am Wandanschluss etwas Luft für die Ausdehnung bleibt. Polycarbonat arbeitet bei Sonne und Frost spürbar, eine Platte, die auf Knirsch an der Wand sitzt, kann sich im Sommer verspannen. Den genauen Überstand und das Spiel entnehmen Sie der Verlegeanleitung Ihres Profilsystems.
Für ein Terrassendach brauchen Sie immer 2 Randprofile und eine Anzahl Mittelprofile, die genau eins weniger ist als die Zahl der Platten. Bei 4 Platten sind das also 2 Randprofile und 3 Mittelprofile. Die Schraubprofile liegen auf den Sparren und klemmen die Platten von oben; sie sind in Längen von 2.000 bis 4.000 mm erhältlich.
Dazu kommt der Kantenschutz an den Stirnseiten: oben ein Alu-U-Profil je Platte, unten ein U-Profil mit Tropfnase je Platte, damit das Wasser sauber in die Rinne tropft. Beide gibt es passend in 980 mm und 1.200 mm Länge, also genau für die Plattenbreite. Die passenden Teile finden Sie bei den Alu-Profilen für 16-mm-Stegplatten.
Wichtig: Sparrenabstand, Querschnitt der Unterkonstruktion und Schneelast lassen sich nicht pauschal aus der Plattenzahl ableiten. Sie hängen vom Profilsystem, der Plattenstärke und Ihrem Standort ab. Schicken Sie uns Ihre Maße – wir prüfen das kostenlos: 0800 000 1766 (kostenlos) oder info@deutsche-kunststoffbedachungen.de.
Neben Platten und Profilen gehören Kantenverschlussband, Wandanschluss, Schrauben und gegebenenfalls Alu-Klebeband auf die Liste. Das Kantenverschlussband schützt die offenen Kammern an beiden Stirnseiten; Sie brauchen also ungefähr die doppelte Dachbreite. Es gibt Rollen mit 7,5 m und 15 m Länge.
Wie viele Schrauben Sie genau brauchen, hängt von der Profillänge und dem Befestigungsabstand laut Verlegeanleitung ab. Im Zweifel lieber eine 100er-Packung nehmen als nachbestellen. Eine Übersicht finden Sie beim Stegplatten-Zubehör.
Für ein rund 4 m breites und 3 m tiefes Terrassendach brauchen Sie 4 Stegplatten mit 980 × 3.000 mm, 2 Randprofile und 3 Mittelprofile mit 3.000 mm Länge sowie je 4 Kantenschutzprofile oben und unten. Die Plattenlänge haben wir hier mit der Schräge inklusive Überstand angesetzt – bei Ihrem Dach kann sie etwas abweichen.
| Bauteil | Menge | Maß |
|---|---|---|
| Stegplatte 16 mm | 4 Stück | 980 × 3.000 mm |
| Schraubprofil Rand | 2 Stück | 3.000 mm |
| Schraubprofil Mitte | 3 Stück | 3.000 mm |
| U-Profil Kantenschutz oben | 4 Stück | 980 mm |
| U-Profil mit Tropfnase unten | 4 Stück | 980 mm |
| Kantenverschlussband | ca. 8 m | 1 Rolle 15 m |
| Wandanschluss | 1 Stück | 4.100 mm, gekürzt |
Dazu kommen Schrauben und Silikon. Den aktuellen Preis jeder Position sehen Sie direkt auf der Produktkarte – so bleibt Ihre Kalkulation immer auf dem neuesten Stand.
Tipp aus dem Zuschnitt: Bestellen Sie die Platten gleich in der fertigen Länge. Wir schneiden Ihre Stegplatten kostenlos auf Maß zu – Sie sparen sich das Sägen auf der Baustelle und die offenen Kammern sind sauber. Die Profile dagegen gibt es in festen Längen von 2.000 bis 4.000 mm in 500-mm-Schritten; kürzen Sie sie bei Bedarf selbst mit einer feinen Metallsäge.
Der häufigste Fehler ist, die Plattenlänge waagerecht am Boden zu messen statt entlang der Dachschräge. Danach folgen vergessene Kantenschutzprofile und zu kurzes Kantenverschlussband. Prüfen Sie Ihre Liste deshalb Bauteil für Bauteil, bevor Sie bestellen:
Wenn Sie unsicher sind, ob Ihre Liste vollständig ist, schicken Sie uns ein Foto und Ihre Maße. Wir gleichen die Liste mit Ihnen ab, bevor etwas fehlt oder doppelt kommt.
Für ein Terrassendach im Außenbereich reicht grundsätzlich eine UV-geschützte Seite, die nach oben zur Sonne zeigt. Beidseitig UV-geschütztes Polycarbonat, wie unsere 16-mm-Stegplatte in klar, hat einen praktischen Vorteil: Sie können die Platte nicht falsch herum verlegen. Bei einseitig geschützten Platten müssen Sie auf die Beschriftung der Schutzfolie achten.
Für ein Terrassendach sind Stegplatten mit 16 mm Stärke der übliche Standard, weil die passenden Alu-Profile und das meiste Zubehör auf diese Stärke ausgelegt sind. Dünnere Platten mit 4,5 bis 10 mm eignen sich eher für Gewächshaus, Frühbeet oder Seitenwände. Wer mehr Wärmedämmung möchte, findet Stegplatten mit 25 mm.
Der Sparrenabstand bei Doppelstegplatten richtet sich nach der Plattenbreite und dem verwendeten Profilsystem, denn unter jeder Plattenfuge muss ein Sparren liegen. Eine pauschale Zahl nennen wir bewusst nicht, weil auch Plattenstärke und Schneelast mitspielen. Nennen Sie uns Breite, Tiefe und Standort, dann rechnen wir das Achsmaß mit Ihnen durch.
Stegplatten mit 16 mm werden auf dem Terrassendach nicht direkt durch die Platte verschraubt, sondern mit Schraubprofilen geklemmt. So kann sich die Platte bei Wärme ausdehnen, ohne an Bohrlöchern zu reißen. Nur bei dünnen Platten an Seitenwänden kann eine Direktverschraubung mit vorgebohrtem, größerem Loch sinnvoll sein.
Eine 1.200 mm breite Stegplatte spart bei gleicher Dachbreite Profile und Fugen, ist aber schwerer und beim Verlegen windempfindlicher. Für Heimwerker, die zu zweit arbeiten, ist die 980-mm-Platte meist angenehmer. Wichtig ist, dass die Sparren zur gewählten Breite passen – eine nachträgliche Umstellung ist kaum möglich.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.
Christian Richter
Technischer Kundenberater · Experte für Vordächer, Bedachungen, Balkone und HPL-Platten, Deutsche Kunststoffbedachungen
Berät Privatkunden und Handwerker zu Vordächern, Terrassendächern, Balkonverkleidungen und HPL-Platten – vom Aufmaß über den Zuschnitt bis zur Montage. Fragen zum Beitrag: info@deutsche-kunststoffbedachungen.de oder 0800 000 1766 (kostenlos).
Weiterlesen: Stegplatten kaufen: 8 Punkte vor der Bestellung · Was kosten Stegplatten pro m²? · Stegplatten 10 mm oder 16 mm · Verlegeanleitung für Stegplatten mit Alu-System · Stegplatten mit Kantenverschlussband verschließen · Stegplatten 16 mm im Shop