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Stegplatten 4,5 mm und 6 mm: Wofür sich dünne Hohlkammerplatten eignen – Gewächshaus, Frühbeet und Sichtschutz

Stegplatten 4,5 mm und 6 mm: Wofür sich dünne Hohlkammerplatten eignen – Gewächshaus, Frühbeet und Sichtschutz

, Von Anas Ouaari, 10 min Lesezeit

Stegplatten 4,5 mm oder 6 mm: ideal für Gewächshaus, Frühbeet und Sichtschutz. Einsatz, Einbau, Preise und typische Fehler – Ratgeber mit Praxistipps.

Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten

Kurz gesagt: Stegplatten mit 4,5 mm und 6 mm Stärke sind die leichten Allrounder für Gewächshaus, Frühbeet, Tomatenhaus, Sichtschutz und Seitenwände. Sie sind günstig, bruchfest und lassen sich mit Haushaltswerkzeug bearbeiten. Für ein Terrassendach oder Carport sind sie jedoch zu dünn – dort greifen Sie besser zu 10 mm oder 16 mm. Welche dünne Stegplatte wohin gehört, wie Sie sie richtig einbauen und welche Fehler Sie vermeiden sollten, lesen Sie hier.

Was unterscheidet dünne Stegplatten von 10 und 16 mm?

Alle Stegplatten (auch Hohlkammerplatten oder Doppelstegplatten genannt) bestehen aus zwei dünnen Deckschichten, die durch Stege verbunden sind. Zwischen den Stegen liegen Luftkammern. Genau diese Kammern machen den Unterschied: Je dicker die Platte, desto größer die Luftpolster und desto besser dämmt sie – gleichzeitig steigt aber auch das Gewicht und der Preis.

Unsere dünnen Polycarbonat-Stegplatten haben folgende Eckdaten:

  • 4,5 mm klar: nur ca. 1,0 kg/m², Lichtdurchlässigkeit ca. 83 %, Breiten 700 mm und 1.050 mm.
  • 6 mm klar: ca. 1,3 kg/m², Lichtdurchlässigkeit ca. 82 %, UV-Schutz beidseitig, Breiten 1.050 mm und 2.100 mm, Längen bis 7.000 mm.
  • 10 mm klar: ca. 1,7 kg/m², Lichtdurchlässigkeit ca. 80 %, für Carports, Pergolen, Vordächer und Gartenhausdächer.

Alle drei Stärken sind hagelfest, praktisch unzerbrechlich und kommen mit 10 Jahren Werksgarantie. Der Unterschied liegt also nicht in der Qualität, sondern im Einsatzzweck.

Wofür eignen sich 4,5 mm Stegplatten?

Die 4,5-mm-Platte ist die leichteste und günstigste Variante im Sortiment. Sie eignet sich überall dort, wo geringes Gewicht wichtiger ist als Wärmedämmung:

  • Frühbeete und Anzuchtkästen: Der Deckel bleibt leicht und lässt sich mit einer Hand anheben.
  • Kleine Gewächshaus-Ersatzscheiben: Ideal, wenn nur einzelne Felder eines Hobby-Gewächshauses ersetzt werden sollen.
  • Wandelemente und Sichtschutz: Als lichtdurchlässige Füllung in Holz- oder Alurahmen, etwa am Gartenzaun.
  • Abdeckungen für Hochbeete: Ein einfacher Rahmen mit 4,5-mm-Platte verlängert die Saison spürbar.

Bitte beachten Sie: Die 4,5-mm-Platte hat den UV-Schutz nur auf einer Seite. Die mit der Schutzfolie markierte Seite muss beim Einbau nach außen zeigen – sonst wird die Platte mit den Jahren gelb und spröde.

Wofür eignen sich 6 mm Stegplatten?

Die 6-mm-Stegplatte ist der Standard für Hobby-Gewächshäuser und die meistgekaufte dünne Stärke. Sie passt in gängige Gewächshausprofile, ist beidseitig UV-geschützt (Sie können sich beim Einbau also nicht vertun) und dämmt bereits spürbar besser als eine Einfachverglasung aus Glas.

Typische Anwendungen:

  • Gewächshaus und Tomatenhaus: Als Neubau-Eindeckung oder als Ersatz für zerbrochenes Glas.
  • Seitenwände am Wintergarten oder Carport: Lichtdurchlässig, aber wind- und regendicht.
  • Sichtschutzwände und Trennwände: Auf der Terrasse oder am Balkon, gerahmt in U-Profilen.
  • Wandverkleidungen und Innenausbau: Zum Beispiel als lichtdurchlässige Werkstatt- oder Garagenwand.

Da die 6-mm-Platte in Längen bis 7 Meter lieferbar ist, lassen sich auch große Gewächshaus-Seitenwände am Stück eindecken – ohne Stoßfuge, durch die Wind und Wasser eindringen könnten.

Vergleich: Welche dünne Stegplatte passt zu welchem Projekt?

Projekt 4,5 mm 6 mm 10 mm
Frühbeet, Hochbeet sehr gut gut zu schwer
Hobby-Gewächshaus nur Ersatz sehr gut gut, wärmer
Sichtschutz, Seitenwand gut sehr gut gut
Gartenhausdach, Pergola nein nein sehr gut
Terrassendach, Carport nein nein nur mit Beratung
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Für Terrassendächer und Carports empfehlen wir grundsätzlich 16 mm Stegplatten mit dem passenden Alu-Verlegesystem. Welche Stärke und welches Profil zu Ihrer Unterkonstruktion passen, klären wir gern mit Ihnen persönlich – die Konstruktion hängt von Plattenformat, Dachneigung und den örtlichen Gegebenheiten ab.

Hinweis: Dünne Stegplatten sind keine Dachplatten für begehbare oder große Flächen. Sie können mit Wind, Hagel und Schnee umgehen, wenn sie richtig gerahmt und ausreichend oft unterstützt sind. Wie eng die Unterstützung sein muss, hängt von Ihrem Projekt ab – rufen Sie uns dafür kostenfrei an unter 0800 000 1766 oder schreiben Sie an info@dk-bedachungen.de.

Einbau: So halten dünne Stegplatten viele Jahre

Dünne Stegplatten verzeihen viel, aber nicht alles. Diese fünf Punkte entscheiden über die Lebensdauer:

  1. Kammern immer senkrecht bzw. in Gefällerichtung verlegen. Nur so kann Kondenswasser, das sich in den Hohlkammern bildet, nach unten ablaufen.
  2. Kanten abkleben. Die obere Kante bekommt ein geschlossenes Aluband, die untere ein Anti-Dust-Filterband. Das hält Staub, Insekten und Algen fern, lässt Feuchtigkeit aber heraus.
  3. Dehnung einplanen. Polycarbonat arbeitet bei Temperaturwechseln, rechnen Sie mit etwa 3 mm pro Meter Plattenlänge. Bohrlöcher deshalb größer als die Schraube wählen und die Platten nie fest einklemmen.
  4. UV-Seite nach außen. Die Schutzfolie mit der Beschriftung kennzeichnet die UV-geschützte Seite. Folie erst nach dem Einbau abziehen – dann liegt die Beschriftung noch als Kontrolle vor.
  5. Passende Profile verwenden. U-Profile schließen die Kanten, H-Profile verbinden zwei Platten, Eckprofile lösen den Übergang an Gewächshaus-Ecken. Die Profile müssen zur Plattenstärke passen.

Bearbeiten: Sägen, Bohren, Biegen

4,5 mm und 6 mm Platten lassen sich mit einer feinzahnigen Handsäge, Stichsäge oder sogar einem Cuttermesser (mehrfach anritzen, dann brechen) schneiden. Späne anschließend aus den Kammern blasen. Zum Bohren eignet sich ein normaler Metallbohrer bei niedriger Drehzahl. Die 6-mm-Platte kann längs zu den Stegen kalt gebogen werden – nützlich für Bogen-Frühbeete – die 4,5-mm-Platte sollten Sie nicht biegen.

Bei uns bekommen Sie beide Stärken kostenlos auf Wunschmaß zugeschnitten. Gerade bei Gewächshaus-Ersatzscheiben spart das viel Arbeit: Sie messen die alte Scheibe aus, wir liefern passgenau.

Tipp aus dem Zuschnitt: Messen Sie bei Gewächshaus-Ersatzscheiben nicht die alte Platte, sondern das Profil selbst – alte Scheiben sind oft geschrumpft oder wurden bereits gekürzt. Ziehen Sie vom Lichtmaß der Profilnut je Seite 2 bis 3 mm ab, damit die Platte im Sommer Platz zum Ausdehnen hat und im Winter nicht herausfällt.

Was kosten dünne Stegplatten?

Dünne Stegplatten gehören zu den günstigsten lichtdurchlässigen Bauplatten überhaupt. In unserem Shop beginnt die 6-mm-Platte bei 7,30 € für das Format 1.050 × 500 mm; das gängige Gewächshausmaß 1.050 × 2.000 mm kostet 29,20 €. Die 4,5-mm-Platte gibt es im Format 700 × 1.500 mm ab 11,45 €. Zum Vergleich: Die 10-mm-Platte im Format 1.050 × 500 mm kostet 9,92 €. Alle Preise verstehen sich inklusive kostenlosem Zuschnitt (Stand: September 2026).

Häufige Fragen

Reicht eine 6 mm Stegplatte für ein Gewächshaus?+

Für ein unbeheiztes Hobby-Gewächshaus ist 6 mm die Standardstärke und völlig ausreichend. Wenn Sie das Haus im Winter beheizen oder frostempfindliche Pflanzen überwintern möchten, lohnt sich eine dickere Platte mit besserer Dämmung.

Kann ich 4,5 mm Stegplatten als Gartenhausdach verwenden?+

Davon raten wir ab. Für Dächer, die Schnee und Wind ausgesetzt sind, empfehlen wir mindestens 10 mm, bei größeren Flächen 16 mm mit Alu-Verlegesystem. Dünne Platten sind für Wände, Frühbeete und Gewächshäuser gedacht.

Warum werden die Kammern meiner Stegplatte grün?+

Dann sind die Kanten offen geblieben: Feuchtigkeit, Sporen und Staub gelangen in die Kammern und bilden Algen. Abhilfe schaffen Aluband oben und Anti-Dust-Band unten sowie eine Verlegung, bei der die Kammern nach unten entwässern können.

Welche Seite muss nach außen zeigen?+

Bei der 6-mm-Platte ist der UV-Schutz beidseitig, hier ist die Einbaurichtung egal. Bei der 4,5-mm-Platte muss die Seite mit der bedruckten Schutzfolie nach außen zur Sonne zeigen.

Wie reinige ich dünne Stegplatten?+

Mit lauwarmem Wasser, etwas Spülmittel und einem weichen Schwamm oder Tuch. Keine Scheuermittel, keine lösungsmittelhaltigen Reiniger und keinen Hochdruckreiniger aus kurzer Distanz – das beschädigt die UV-Schutzschicht.

Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.

Christian Richter

Christian Richter

Technischer Kundenberater · Experte für Vordächer, Bedachungen, Balkone und HPL-Platten, Deutsche Kunststoffbedachungen

Berät Privatkunden und Handwerker zu Vordächern, Terrassendächern, Balkonverkleidungen und HPL-Platten – vom Aufmaß über den Zuschnitt bis zur Montage. Fragen zum Beitrag: info@dk-bedachungen.de oder 0800 000 1766 (kostenfrei).

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