
Duschrückwand aus Aluverbund ausmessen: Maße, Aussparungen und Fugen
, Von Anas Ouaari, 8 min Lesezeit

, Von Anas Ouaari, 8 min Lesezeit
So messen Sie eine Duschrückwand aus Aluverbund richtig aus, planen Aussparungen für Armatur und Brausestange und wählen das passende Plattenformat – mit Checkliste und Preisen.
Von Christian Richter · Deutsche Kunststoffbedachungen · Lesezeit ca. 5 Minuten
Kurz gesagt: Eine Duschrückwand aus Aluverbund messen Sie an mindestens drei Stellen in Höhe und Breite aus und nehmen das kleinste Maß, abzüglich einiger Millimeter Fuge. Aussparungen für Armatur und Brausestange übertragen Sie mit einer Pappschablone. Unsere Platten gibt es in 1.250 × 2.550 mm für 349 € und 1.500 × 3.050 mm für 510,94 €.
Messen Sie die Wandfläche an mindestens drei Stellen in der Breite (oben, Mitte, unten) und in der Höhe (links, Mitte, rechts). Maßgeblich ist jeweils das kleinste Maß, denn kaum eine Badwand ist exakt rechtwinklig. Ziehen Sie von diesem Maß rundum einige Millimeter für die Silikonfuge ab, damit die Platte nicht klemmt und sich bei Wärme ausdehnen kann.
Prüfen Sie außerdem mit einer Wasserwaage, ob Wannen- oder Duschtassenrand waagerecht ist, und mit einem Winkel, ob die Ecken rechtwinklig sind. Weicht der Rand ab, übertragen Sie die Schräge auf die Platte, statt sie später mit einer breiten Fuge zu kaschieren. Notieren Sie alle Werte in einer Skizze mit Blick auf die Wand, also so, wie Sie davorstehen.
Für die meisten Duschen reicht eine Platte pro Wand. Das Format 1.250 × 2.550 mm deckt Wände bis 1,25 m Breite ab, das Großformat 1.500 × 3.050 mm Wände bis 1,50 m und raumhohe Verkleidungen in Altbauten. Ist die Wand breiter, werden zwei Platten mit einer Plattenstoßschiene verbunden – möglichst abseits des direkten Wasserstrahls.
| Wandbreite | Passendes Format | Preis je Platte |
|---|---|---|
| bis 1,25 m, Höhe bis 2,55 m | 1.250 × 2.550 mm | 349,00 € |
| bis 1,50 m, Höhe bis 3,05 m | 1.500 × 3.050 mm | 510,94 € |
| breiter als 1,50 m | 2 Platten + Stoßschiene | je nach Kombination |
Für eine typische Eckdusche mit zwei Wänden à 0,90 m brauchen Sie zwei Platten im Format 1.250 × 2.550 mm, also 698 € für die Platten. Dazu kommen Klebstoff, Montageklebeband, Silikon und Profile für Ecke und Abschluss.
Am sichersten arbeiten Sie mit einer Schablone aus Pappe in Plattengröße oder in der Größe des betroffenen Wandausschnitts. Halten Sie die Pappe an die Wand, drücken Sie die Anschlüsse durch und markieren Sie die Mitten. Diese Punkte übertragen Sie auf die Platte und bohren mit Lochsäge oder Stufenbohrer – etwas größer als das Rohr, damit die Platte arbeiten kann.
Wichtig ist die Blickrichtung: Bohren Sie von der Dekorseite aus, damit die Sichtfläche nicht ausfranst, und spiegeln Sie die Maße nicht versehentlich, wenn Sie auf der Rückseite anzeichnen. Ein Klebestreifen über der Bohrstelle schützt das Dekor zusätzlich. Die Rosetten der Armatur decken den kleinen Spalt am Ende ab.
Wichtig: Messen Sie Aussparungen immer von zwei festen Punkten aus, zum Beispiel Wannenrand und Innenecke – nie von der Plattenkante, die Sie erst noch kürzen. So stimmen die Löcher auch dann, wenn Sie die Platte zum Schluss noch ein paar Millimeter anpassen.
Rund um die Platte bleibt eine schmale Fuge von einigen Millimetern, die mit Sanitärsilikon geschlossen wird. Sie gleicht kleine Unebenheiten aus und nimmt die Wärmeausdehnung der Aluminiumdeckschichten auf. Ohne Fuge drückt die Platte bei warmem Duschwasser gegen Wanne oder Wand, und das Silikon reißt.
Zum Wannenrand sollte die Fuge besonders sauber ausgeführt werden, weil hier das meiste Wasser steht. Unser Silikon OTTO SEAL S 110 für Aluverbundplatten kostet 16,90 € je Kartusche; für eine Platte 1,25 × 2,5 m reicht in der Regel eine. Wie die Abdichtung im Detail gelingt, zeigen wir im Beitrag zum Abdichten von Duschrückwänden.
Tipp aus dem Zuschnitt: Schicken Sie uns vor der Bestellung ein Foto der Wand mit eingezeichneten Maßen und Anschlüssen an info@dk-bedachungen.de. Wir prüfen, welches Format am wenigsten Verschnitt hat und ob ein Plattenstoß nötig ist – kostenlos und unverbindlich.
Mit vollständiger Skizze ist die Bestellung schnell erledigt. Damit am Montagetag nichts fehlt, hilft diese Reihenfolge:
Ja, das ist einer der größten Vorteile von Aluverbund. Die Fliesen müssen fest sitzen, sauber und fettfrei sein. Lose oder hohl klingende Fliesen sollten Sie vorher befestigen oder entfernen. Geklebt wird mit Hybrid-Klebstoff und Montageklebeband, das die Platte hält, bis der Kleber ausgehärtet ist.
Gerade Schnitte gelingen am besten mit einer Handkreissäge und Führungsschiene oder einer Tauchsäge mit feinem Blatt für Aluminium bzw. Kunststoff. Für Rundungen eignet sich eine Stichsäge mit feinem Metallblatt. Kleben Sie die Schnittlinie mit Malerkrepp ab, sägen Sie von der Dekorseite und entgraten Sie die Kante anschließend leicht.
Nein. Viele Kunden verkleiden nur bis zur alten Fliesenkante oder bis knapp über den Duschkopf. Oben schließt dann ein Abschlussprofil die Kante sauber ab. Raumhoch wirkt das Bad ruhiger und größer; im Altbau mit hohen Decken passt dafür das Format 1.500 × 3.050 mm.
Kleine Abweichungen von wenigen Millimetern verdeckt meist die Rosette der Armatur. Liegt eine Bohrung deutlich daneben, lässt sie sich kaum unsichtbar reparieren. Deshalb lohnt die Pappschablone: Erst wenn alle Löcher an der Wand passen, wird die Platte gebohrt.
Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass unsere anwendungstechnische Beratung nur als unverbindliche Unterstützung dient. Für die fachgerechte Anwendung und Verarbeitung unserer Produkte ist der Käufer bzw. Anwender verantwortlich.
Christian Richter
Technischer Kundenberater · Experte für Vordächer, Bedachungen, Balkone und HPL-Platten, Deutsche Kunststoffbedachungen
Berät Privatkunden und Handwerker zu Vordächern, Terrassendächern, Balkonverkleidungen und HPL-Platten – vom Aufmaß über den Zuschnitt bis zur Montage. Fragen zum Beitrag: info@dk-bedachungen.de oder 0800 000 1766 (kostenfrei).
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